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DIE WINKLER VON MOHRENFELS UND DAS SCHLOSS HEMHOFEN

Das Geschlecht der Winkler von Mohrenfels  lässt sich durch das von Biedermann geschaffene „Geschlechtsregister der reichsfreien unmittelbaren Ritterschaft des Landes zu Franken“ viele Jahrhunderte zurückverfolgen.

Der im Jahr 1156 genannte Ulrich Winkler wohnte in Nürnberg und hatte auch Besitzungen bei Forchheim. Laut der Überlieferungen gehörten die Winkler zum Nürnberger Patriziat, was nicht abschließend verifiziert werden kann. Der Wappenbrief, der in Nürnberg 1501 ausgestellt wurde, beinhaltet bereits die Namensmehrung „von Mohrenfels“. Das Wappen zeigt einen Mohr auf einem goldenen Dreiberg, der mit dem Zeigefinger nach rechts weist. Auf dem Helm sind zwei von Silber und schwarz übereck geteilte Hörner zu sehen.

Ab 1709 gehörte die Familie zum Stand der Reichsfreiherrn. Wolfgang Christoph Winkler von Mohrenfels (1659–1729) wurde damals durch Kaiser Joseph I. in den Adelsstand erhoben. Er hatte es durch Energie und Wissen zu bedeutendem Wohlstand gebracht. Die Winkler von Mohrenfels wurden daraufhin im Ritterkanton Altmühl immatrikuliert. Nachdem die Familie das Schloss und Gut in Hemhofen in einem frühen Baustadium von der Familie von Töstelberg erworben hatte, wurde die Familie Winkler von Mohrenfels ebenfalls im Ritterkanton Steigerwald eingeschrieben.

In dem seit 1806 bestehenden Königreich Bayern immatrikulierten sich die Winkler von Mohrenfels im Freiherrnstand am 14. November 1812 und bestehen als Geschlecht seitdem fort.

Hemhofen und das Schloss

Der Gutsbetrieb Landgut Schloss Hemhofen liegt zentral im Ballungsraum Nürnberg-Fürth-Erlangen-Bamberg, zwischen den Ausläufern des Steigerwaldes und der fränkischen Schweiz. Das Herzstück des Gutes bildet die Schlossanlage mit den umliegenden Gebäuden, sowie weitläufige Äcker, Wälder und Teiche in der näheren Umgebung.

Hemhofen wurde 1650 durch den Truchsess von Pommersfelden als  Hochzeitsgabe an seine Tochter übergeben – zur Vermählung mit Philipp Graf zu Pappenheim. Diese heiratete wiederum verwitwet den Freiherrn von Töstelberg, woraufhin Hemhofen 1660 zunächst in dessen Besitz kam.

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Der geheime Rat Wolf Christoph von Mohrenfels kaufte 1722 das „Reichs-Freye-Ritterguth Hemhofen“ vom Freiherrn von Töstelberg und beendete im Jahr  1724 den Bau der barocken Schlossanlage. Seit diesem Zeitpunkt ist das Adelsgeschlecht der Winkler von Mohrenfels maßgeblich in die Geschichte Hemhofens involviert. Unter Georg Christoph (1709–1748) entwickelte sich das Schloss mit seinen Nebengebäuden zu einem ansehnlichen Barockkomplex, dessen Nutzung über Jahrhunderte andauerte.

Die evangelischen Freiherren Winkler von Mohrenfels ermöglichten der Gemeinde frühzeitig die Nutzung des Schlosses als Gotteshaus. Die Prediger hielten die Messen ab und fungierten gleichzeitig als Hauslehrer für die Sprösslinge der Familie.

Auch nach dem zweiten Weltkrieg stellten die Winkler von Mohrenfels das Schloss gemeinnützig zur Verfügung. So fanden Vertriebene und ältere Leute dort eine Zuflucht. Über Jahre hinweg wurden in und vor dem Schloss Konzerte für die Gemeinde veranstaltet.

Bereits 1983 stellten Haiko und Dr. Karin Winkler von Mohrenfels den gesamten landwirtschaftlichen Gutsbetrieb als einen der ersten in der Region auf die ökologische Wirtschaftsweise um. Ab 1990 wurden dann Teile des Schlosses als Arztpraxis und anschließend die kühlen Gewölberäume im Schlosskeller für die über die Landkreise hinaus bekannte abokiste genutzt. Mit der abokiste werden die ökologisch erzeugten Lebensmittel des Landgut Schloß Hemhofens regional und frei Haus vertrieben.

Seit 2013 werden die renovierten Gebäudetrakte und die Freiflächen um das Schloss für Festivitäten, wie Hochzeiten, Tagungen, Geburtstagsfeiern, oder größere Messen genutzt.